Arbeiten als Küchenchef

Der Küchenchef, der auch als Chefkoch bezeichnet wird, ist in erster Linie ein Manager, der alle Bereiche seiner Küche unter Kontrolle haben sollte. In der Küchenhierarchie steht er an höchster Stelle und hat die Leitung der kompletten Küchenbrigade. Der Küchenchef hat in der Regel folgende Aufgabenbereiche:

  • Erstellung des Menüs
  • Wareneinkauf
  • Personalplanung (besonders im Mehrschichtbetrieb)
  • Tisch- und Speisenfolge bestimmen
  • Ausbildung der Jungköche und Lehrlinge
  • Ansprechpartner für alle relevanten, küchenfachlichen Fragen
  • Einhaltung der hygienischen Vorschriften

Eine direkte Ausbildung zum Küchenchef ist selten möglich. Oft beginnt man ganz unten in der Rangordnung und muss hart um den Aufstieg an die Spitze kämpfen. Der Weg dorthin ist steinig und mühsam. Der normale Ausbildungsweg umfasst folgende Stufen und Positionen:

  • Jungkoch (Commis de Cuisine)
  • Stellvertretender Postenchef (Demichef de Partie)
  • Postenchef (Chef de Partie)
  • Junior Souschef
  • Souschef (Stellvertretender Chefkoch)

Chef Cristeta "Cris" Comerford prepares a meal inside the White House kitchen in this July 17, 2002 photo. Mrs. Laura Bush announced on August 14, 2005 that Comerford has been named the White House Executive Chef. Comerford is the first woman to serve in the job. White House Photo by Tina HagerDamit ist es aber noch nicht getan. Ein Küchenchef muss neben diesen Positionen auch die Grundlagen der Betriebswirtschaft beherrschen. Nur so kann ein Restaurant wirtschaftlich arbeiten und nicht in rote Zahlen absacken. Neben den kochtechnischen und wirtschaftlichen Fähigkeiten ist es zudem von äußerster Wichtigkeit auch im psychologischen Bereich ein Experte zu sein. Man sollte auf keinen Fall alles glauben, was man in den so beliebten Kochsendungen aus den Vereinigten Staaten so sieht. Wer sich die Zeit nimmt und einmal den Werdegang der Celebrity-Chefs wie Gordon Ramsay, Marco Pierre White oder auch Jamie Oliver ansieht, findet heraus, dass diese nicht so einfach aus dem Suppentopf gekrochen sind. Sie alle durchliefen die oben genannte Ausbildung mit endlosen Überstunden, arbeiten wenn andere Weihnachten feiern und zigtausend geschälten Zwiebeln um dorthin zu kommen, wo sie heute stehen. So etwas ist nur mit eiserner Disziplin zu bewerkstelligen, denn die Küche ist in jeder Beziehung ein heißer Ort an dem sich nicht alle wohl fühlen und überleben. Wer dies jedoch meistert, trägt den Titel Küchenchef mit Stolz.