Der Street Food Leitfaden

Als Street Food werden in der Regel Speisen und Getränke bezeichnet, welche oftmals als Zwischenmalzeiten an Ständen oder Wägen zum unmittelbaren Verzehr gekauft werden. In Deutschland gehören die Leberkäs Semmel in Bayern oder das Lachsbrötchen im Norden der Republik zu den gängigsten Street Food Gerichten. Auch Brezen oder einfaches Gebäck kann man als Street Food bezeic7954343902_060135d78e_bhnen.

Street Food wird meistens frisch zubereitet und kann ohne Besteck, ähnlich dem Finger Food, unmittelbar verzehrt werden. Auf eine aufwendige Verpackung wird meistens verzichtet. Auf Märkten und Jahrmärkten findet man das für Deutschland typische Street Food.

Street Food in anderen Ländern

Während in Zentraleuropa Street Food eher eine Zwischenmahlzeit oder zusätzlicher Snack ist, kommt ihm in anderen Teilen der Welt eine wesentlich größere Bedeutung zu. Laut einer aktuellen Studie ernähren sich mittlerweile fast 3 Milliarden Menschen ausschließlich von Street Food. In den Städten Südamerikas werden über 30 Prozent des monatlichen Budgets in Familien für Street Food ausgegeben.

In der Thailändischen Hauptstadt Bangkok gibt es über 20.000 „Fliegende“ Essensstände. In Hong Kong, eine der Weltmetropolen mit extrem hoher Bevölkerungsdichte, lebt ein Großteil der Bevölkerung auf so engem Raum, dass es gar keinen Platz für eine eigene Kochnische gibt.

Wer jemals in Asien war sieht Street Food ohnehin mit ganz anderen Augen. Anders als in Deutschland sind die dort angebotenen Speisen extrem nahrhaft. Natürlich findet man auch eher ungewöhnliche Kreationen wie frittierte Seesterne, Kakerlaken oder Skorpione am Spieß, aber man sieht die Zutaten eben auch. An einem Stand holt man sich eine frisch zubereitete Gemüsesuppe, am nächsten ein paar auf Holzkohle gegrillte Satay-Spieße und an der Ecke gibt es frisches Kokoswasser direkt aus der aufgeschlagenen Nuss. Das Ganze für weniger als 3 Euro und sicherlich nahrungstechnisch wertvoller als der Döner an der Ecke.

Unterm Strich kommt es auf die jeweilige Situation an, denn mit Street Food verhält es sich wie mit allen anderen kulinarischen Köstlichkeiten: Andere Länder – andere Sitten!